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// R-Reisebuch von Rainzn


Das ist das erste kapitel eines abenteuers.
also: der rainer, ein typischer provinzler, nichtsahnend, naiv und gläubig - zumindest in der hinsicht, dass alles locker gehen könnte - macht sich auf in die weite welt. er düst ganz brav am abend los richtung grieskirchen. leider fällt ihm auf dem weg ein, dass er ja erst am 13.jan wieder im lande sein wird - und da ist es für die überweisung an die SVA sicher zu spät. also löhnt er erstmal €4,50, weil solche weisheiten entspringen meist im dunkeln - manchmal muß es der bosrucktunnel tun - blinker raus in spital/pyhrn, zurück nach liezen durch die maut (nochmal 4,50), ÜS ausfüllen, bank, wieder los nach OÖ (maut 4,50!). wo ich um 1120 ankomm (trotz spiegelglatter fahrbahn).
dort geht es dann um kurz nach mittern8 zu fünft los nach münchen, wo wir nach einer fahrt auf der wohl ausgestorbensten strecke in mitteleuropa (ca 2 autos - eine grobe schätzung) zum flughafen fahren, der erst wieder flieger ab 0600 startet. also liegen wir da so rum zu dritt. bis das zeug so gegen 5.30 zum eincheken wird. und siehe da, man akzeptiert unsere tascherln als golfgepäck und wir freuen uns - vorerst -weil das zeug wird trotz umsteigen in paris gleich durchgecheckt bis caracas.

und siehe da, man akzeptiert unsere tascherln als golfgepäck und wir freuen uns - vorerst - weil das zeug wird trotz umsteigen in paris gleich durchgecheckt bis caracas. so, dort in paris dann die dezente wanderung durch terminal2 wo wir gelandet sind und am gate F52 is der abflug. denkt man. es ist dann doch F56 aber das sagen die tafeln. was die tafeln erst nach genauerem hinsehen verraten ist, dass gate F genau am anderen ende des arivals liegt - was einen dezenten spaziergang von ca 1km zur folge hat.







weil paris cdg ist einer der ganz kleinen landeplätze.
dann rein in die boing 747, ganz was mickriges. hat ja auf der ersten ebene nur 60 sitzreihen zu je 10 plätze nebeneinander. und auch noch einen oberen stock. aber das erwähn ich mal gar nicht.
ich hab ja beim versuch, die air france darüber aufzuklären, dass ich zusatzgepäck haben werd gemerkt WIE gern die franzosen arbeiten. über das essen im flieger kann ich mich nicht beschweren. wohl aber, dass der flug um 35min verspätet startet. was auch wieder auf die unglaubliche motivation der verladearbeiter zurückzuführen ist.
und dann hebt sich der koloss in die luft.
dort bleibt er auch recht lang - nämlich von (geplant) 10.40uhr (was dann leider 11.25wird) bis geplant 19.15uhr (im endeffekt 19.25). Das heißt anders: wir hätten in caracas um 14.45 ortszeit (venezuela ist 4 1/2 stunder hinterher) landen sollen. dann wärs auch kein problem gewesen den anschlussflug zu kriegen nach porlamar auf der isla margarita. wäre...
es schaut nämlich so aus, dass alle ca 600 passagiere dann raus wollten, dh die abflughalle getreten voll und nur 4 schalter offen. also stürmt der rainer hin und sagt, er muß den anschlussflug kriegen. und so ein netter mann schickt ihn zum nächsten schalter (nur zeigen, weil taten zählen ja mehr als worte). wo man sein englisch nur mit einem kopfnicken quitiert und auf die lange schlange zeigt (wieder worte und taten) - soll heißen: hinten anstellen.
was der rainer aber nicht tut sondern einfach zum nächsten schalter geht und im vorletzten anlauf das glück hat, dass er auf eine frau trifft, die an einem "airport" arbeitet und die einreisen kontrolliert und kein wort englisch spricht. und mit rainers spanisch is es noch weniger weit her. also versteh ich halt nur spanisch. bis sich dann doch ein inländische auschecker - ein ganz lieber vollchecker, auf diesem weg danke an ihn! - bereit erklärt, uns im ewigen bund der sprache zu verbinden. Will sagen, er übersetzt und die dame drückt doch tatsächlich den stempel in meinen paß (aufs aug hätt sie sicher lieber getan) - ich hab ca 150 exmitreisende (300 starrende augen) im nacken - sauer, weil ich halt schneller war.
flutsch und raus aus der halle, gepäck abholen. inzwischen ist es 15.50 ortszeit. und da steht der rainer am packetaband und wartet. um 1640 geht der anschlußflug.
rainer steht am packetband und wartet. er wartet. und er wartet immer noch. was er macht als ein angestellter einen tafel vor sich her schiebt wo sein name (sehr groß, und auch dem cri seiner) draufsteht? - richtig: warten...

wie sich herausstellt steht der name aus einem guten grund drauf, weil:: das golftascherl kommt erst morgen an.... was mir der angestllte dann auch erklärt. und mich zu einen pult bittet. dieses ist ca 50m entfernt. nicht schlimm glaubt man. in südamerika dürfte eine frequenz von mehr als rund 10 schritten in der minute ist als ungesund einzustufen und damit strikt abzulehnen sein. patrick (so heißt er) ist sicher der venezuelanische großmeister
im verhindern von schnelligkeit. diese 50m geraten zu einer ewigkeit. stangl christian beläuft in der gleichen zeit einen 8000er. würd gern wissen, wie
der sex hat (patrick, nicht der christian) - oder er lebt die aufgestaute energie so aus (dann aber: die arme frau so oder so!) der rainer
darf iirgendeinen wisch ausfüllen, weil ja gepäck fehlt. damit ist es 1620.
also raus aus der halle, rüber zum inlandsflughafen. aber denkste: da muß noch ein check her ob eh nix böses in der tasche ist - kontrolle beim verlasse des flughafens. naja. auch mal was anderes.
so, es ist 1625. sprint. mit zwei taschen im gnack - speedy sprinttaining is ein  lärcherlschaß dagegen und die bundesheerhindernsibahn erst recht. hilft
aber nix mehr. kein boarding mehr bei aeropostal. und der nächste flug geht um 19.30. aber der is ausgebucht. genauso der um 19.20 und 19.40 uund der um 21.30 auch... hurra da kommt freude auf. da hilft auch der scharfe hintern und der nette anblick der dame hinterm schalter nix - frust.

also die unvermeidliche frage: wo kann ich schlafen- "where is the next hotel". und sie verstehts sogar. also winkt sie einem mann mit dem sie sich ca. 5min unterhält, einige zahlen auf einen zettel schreibt (310bvf, ca €50) und sagt, das wärs, hotel incl. taxi. und der taxifahrer,der gar keiner ist, weil er setzt mich in ein zivilauto bringt mich dann irgendwohin. und dieses irgendwo ist wirklich irgendwo. beim auto ratterts hinten links, die automatik knackt. als ich aus dem fenster schau beim fahren bin ich aber wieder etwas beruhigter, weil was da so an gerät über die straße rollt - unglaublich. und kinder stehen beim fahren hinten auf der ladefläche, autos fahren einfach los, irgendeiner wird schon bremsen, als es einmal nicht weitergeht schmeißt mein "taxler" einfach den rückwärtsgang (der sogar funktioniert) und brettert 100m auf der überholspur zurück, schneidet dann nach rechts zwischen zwei autos durch raus in eine seitengasse und gleich darauf etwas weiter vorne wieder zurück auf die hauptstraße.
zwei minuten später is es dann vorbei. und das glaub ich auch von meinem leben. er biegt in einen hauseingang, grad so breit dass ein auto durchpaßt und gibt einem anderen im haus ein zeichen, das gitterschiebetor gleitet hoch und wir fahren a la steven seagal und aller drogenfilme in einen innenhof wo schon der klischee-typische drogenschmugglerriesengeländewagen steht.


das tor schließt sich wieder und 3 männer kommen zum auto. einer bleibt neben dem tor sitzen. rainer steigt aus. und der "taxler" winkt, ich gehe mit ihm ins haus. so sitz ich jetzt in einem "hotel" in caracas - um ca €30.-, bin abhängig von einem taxifahrer, der mich morgen um 6 abholt zu einem ritt zurück zum flughafen - in der hoffnung, dass der standby für morgen 0945 funzt - ich muß um 7 am aeeropostal-schalter sein... sollte ich die fahrt zurück überleben! aber einen trost gibts: sylvia und cristian ham gleich gar kein gepäck. zwar einen flug aber nix zum umziehen morgen. weil das is alles irgendwo und niergends. poah gehts mir gut!

es ist jetzt 2130, daheim 0200 - damit bin ich jetzt seit unzählbaren stunden auf. und geh jetzt schlafen. ich schick diese mail, sobald ich einen internetzugang hab. sollte so etwas hier nicht aufzutreiben sein bitte ich den finder meiner bleichen knochen diesen mail dann doch zu veröfentlichen!
auf bald!



// 2. Tag

hallo erst mal...

also...

wiff wie ich bin hab ich meinetaxi-rechnung nicht bezahlt - sondern erst, als am nächsten morgen. werweiß ob er um 6 wirklich da gewesen wäre denn ich ihm schon am vortag kohle indie hand ggedrückt hätte. da hätt ich auch  nicht am flughafen sein könnenso ganz ohne driver. aber brav wie ich hab ich mich nicht wie verabredet um 7auf den flughafen geworfen sondern schon um 6. was aber genauso ein griff insbraune war wie alles andere auch. you must wait. das hab ich seit dembundesheer nimmer so oft gehört. also hab ich wieder gewaitet - nämlich bis 1/29. das hat sie gesagt. und dann hab mich angestellt, um die auskunft zubekommen: "you  must wait till 9". na super, der flieger gehtaber um 9.45. gut, wieder zurück. hab die zeitgenutzt um kohle zu tauschen. der offizielle wechselkurs liegt bei ca2,8bolivar zu 1€. der illegale bei 4:1. ich hab heute sogar 5,2:1 angebotenbekommen. also hat der liebe rainer - er hat aus einem fehler gestern gelernt -brav getauscht. erst 5:1, dann 5,2:1. ja um dann wieder am schalter zustehen und sich anhören zu müssen, dass es nichht sicher ist, diesen flug zukriegen. ich weiß nit, ob es mein dackelblick war oder meine bereitschaftirgendeine differenz  aufzuzahlen - nach vielen diskussionen untereinanderhaben sie sich ´duerchgerungen, mich loszuwerden, sprich, mich in den fliegerzu stecken. aber man muß hier auch noch eineflugsteuer bezahlen (23vbf), aber dann hab ich alle hürden überwunden undendlich meine maschine gekrallt, mich auf den platz 1b gesetzt (das ist derschoß des piloten *zwinker) um nach einem flug von 1/2std - bei dem das startenund landen länger dauert hat als der flug.
und noch länger hats gedauert, bisich mein gepäck hatte - mal wieder. aber jetzt wars nit spannend. war ja keindruck mehr dahinter. irgendein einheimischer hat michdann für 10dollar ins hotel gekarrt, sogar der manager war da. jetzt sitz ich in zimmer 11 und werdmir einen adapterstecker organisieren müssen... wieder mal. braucht manvermutlich auch für frauen hier - so wie in england... und dann heißts hoffen,ob das gepäck doch irgendwann auftaucht. der manager (ein deutscher) war eherskeptisch. zumindest wegen dem herbringen!

auf bald, ab jetzt wirds ruhiger.oder auch nit!






















// 3.tag oder "der muschelige strand"

der dritte tag:
willkommen zum tag des wiedereinstieges... voll motivation wird nach einem traumhaften frühstück spazieren sylvia und ich entlang der lagune, el yaque kennenlernen schadet nicht. viele muscheln und ein seestern liegen am strand im gegensatz zu keiner menschenseele. hier ist nur ein kiter, der versucht bei windstärken knapp über null das ding oben zu halten. zitat sylvia:  "ein muscheliger strand ".
bei mäßigem wind baue ich dann später auch den 10er auf. für die ersten versuche sollte dieserr eichen. also der cri ist so nett und startet das ding. rein ins wasser (underwater) und raus.
erste body-drag versuche, wiedereinstieg scheint genauso schwer wie aller anfang. und irgendwie gibts keine höhe beim body-dragen. was folgt ist der unweigerliche drift durch die kiter, durch die windsurfer downwind und - genau - drift durch die badegäste. raus auf den strand, wieder rauf an den anfang, nochmal alles von vorne. rein, raus und trotz versuch in beide richtungen - keine höhe.
das berühmte windloch auf höhe des badestrandes  wird dem rainer zum verhängnis. der kite fällt, rainers nerven auch. weil unter dem fallenden ding befinden sich viele schwimmer. einige. zu viele. einem knallt die tube fast an die birne. böse worte (zum glück in spanisch - weil ich versteh nur spanisch - sonst wär ich rot geworden) und erhobene fäuste sind die folge.
frust - kite zusammengrollt am strand und unter beschimpfungen zurück - storage und schluß.
aber das essen am abend schmeckt schon wieder in der strandbar. vor allem beim beobachten von cris verzweifelten versucheen, weniger betrunken zu wirken als er wirklich ist - nach 3 caipirinhas; von denen er nur einen zahlt, weil der rest geht auf theresa, die hübsche englischlose barkeeperin, die ein auge auf den vermeintlichen single christian geworfen hat...
so kommt man auch zu was - cri eher zu einer zweitfrau in venezuela als ich zum kiten...












// sylvester

...oder der tag an dem alles begann... der tag an dem sich montezuma nach venezuela verirrte!
den durchfall mein ich. abegsehen von der wasserung meiner cam. wir gehen am abend ins mobu - eine sehr nette pizzeria mit einer tötlichen pasta al arrabiata. noch nie in meinem leben habe ich so ein brennen verspürt (außer am tag danach). aber an diesem abend esse ich ganz gesittet pasta für normalsterbliche mit intakten geschmacks-papillen und ohne hornhaut auf der zunge. leider dazu auch ein glas wein. was zu schwummrigen zuständen führt. und keinen caipirinha. großer fehler...
am strand noch den grauslichsten cuba libre meines lebens. der mojito danach kommt zu spät. das coche-sandwich von heute mittag hat montezuma rache auf die isla margarita verlegt...

vergeblich warte ich bis mitternacht. keine weißen schiffchen werden aufs meer gesetzt wie es im reiseführer steht. aber das feuerwerk ist sehr nett, die locals ganz in weiß sehr nett anzuschauen, vor allem ein mädl ganz in der nähe. leider bin ich zu diesem zeitpunkz damit beschäftigt, alles bei mir zu behalten (oben und unten).
also endet mein erstes sylvester mit sand unter den füssen um 1/2 1 im hotel, die nacht aber nach wenigen stunden im bett, mehr zeit am topf...







// 5. Tag

wieder mal hab ich einanfangsproblem. leider nicht nur für dieses email, sondern auch für fürs kiten.

also der tag war so:

um 8, was bei den temperaturen hierum mindestens eine stunde zu spät ist, sind wir drei laufen gewesen. eineinteressante erfaahrung. man sollte erstens früher aufstehen (was eh nie schadet- auf alles im leben bezogen) und zweitens auch was zu trinken mitnehmen. höllewar das heiß und kein wind, weil der kommt erst so gegen 10 auf. also duschenvon innen... danach dieses absolut geniale frühstück (buffett) mit toast,weißbrot, schinken, rohschinken, käse, frischem - geschnittenem obst (papaya,ananas, bananen, guaven, melonen), geesalzener butter, versch marmeladen,müsli, kaffee, waffeln zum selberbauen und vor allem frisch gepreßte säfte(maracuja, papaya und einem weißen saft von dem ich nit weiß was es war - außerhimmlisch gut).

danach sind wir an den strand. crimit dem 10er, sylvia mit dem 8er von der neueren bauart (bowkites) und ich mitdem 14er (c-kite). sylvia is mit cri ins wasser, ich hab derweil meinen 14eraufgeblasen (aufgepumpt um den pinkeligen keinen angriffspunkt zu bieten - malschaun wer sich da so angesprochen fühlt, gell cri). danach hab ich  denbeiden zugeschaut, einige fotos geschossen. als ich wieder  zum kitegegangen binb is er so falch dagelegen wie am anfang - verpackfertig. irgendwiewar die luft heraußen - nur beim kite.

die fronttube hat geleckt und auch 2der 5 struds. tja. kein gutes omen.

also wieder rauf ins hotel atti (www.hotel-atti.com) und den 10er checken.wieder runter. wieder aufbauen, leinen auslegen (27m) und das richtig wennsgeht - was nit gegangen ist. es waren so viele menschen am strand und nochmehrkites am boden, dass der kite nur im wasser zu starten war. abgesehn davon, dasder wind hinter einer anhöhe abreißt, es verwirbelungen gibt und die sachenicht einfacher macht. rein, cri hat gestartet. im zweiten anlauf, weil als dasding das erst mal drin war waren auch die leinen nicht so, wie sie seinsollten. also wieder raus, entwirren, wieder rein. dann war er oben, viagra seidank.

so, ich wollt raus nach links (luv),aber irgendwie bin ich immer mehr nach lee gekommen, kein aufkreutzen beimbody-drag bis irgendwann bei den schwimmern war, raus, zu fuß zurück in denkite-bereich unter bösen blicken den kite noch oben.

zweiter anlauf. diesmal das boardverloren. wieder zu den schwimmern. lustig wars dann erst, als der wind auswar, der kite zusammenklappt und runterplatscht. mitten in die badegäste - allehams überlebt... und da wars aus für heute. zusammengerollt, zurück, abspülen,storage, heim, schmollen.

ich hoff, morgen wirds besser undalle in meiner umgebung - incl meiner wenigkeit - bleiben unverletzt.schlechter kanns nimmer werden...

der 14er ist hoffentlich zureparieren - sonst kostet mich die fronttube ca 150 - nein, nicht bolivarsondern euro...

und so is der tag vergangen.

und der rainer auch - vor grant undpeinlichkeit...
















// tag x oder wie man einen rainzn macht

nach kurzer tagebuchpause mit wenig wind und ungenügend wind, mit neuer camera, weil so ein genie meinen rucksack auf wassertauglichkeit testen wollte und diesen direkt in eine welle gelegt hat. also, liebes genie: casio-cams sind nicht wasserfest und nein, ski-tourenrucksäcke sind nicht wasserdicht...
also haben wir einen quick-trip in ein großes einkaufscenter nach sambil gemacht.
in einem eigenen casio-shop hab ich mir dann eine neue cam gekauft. supi ding. das war gestern.
aber heut hat mich der frust eingeholt. und weil die liebe eva von der kite-schule gemeint hat, ein boot würde nach pelican beach fahren und das wär perfekt zum üben, weil man hat viel zeit und 3km zum üben. aber da war doch noch was - tja, das hat die eva nicht gesagt.
also kohle ablegen, rein ins boot mit dem 10er vegas und rauf an den andeneren strand upwind. naja, was sag ich dazu. die andere kite-lehrerin im boot hat mehr gesagt als ich - nämlich vergiß es. aber in einem ton, der mir nicht gepaßt hat. und sie hat gemeint, das boot würd schon ein auge auf mich ham. das hat sie sicher so gemeint, weil boote ham keine augen (oder selten) und weg waren alle. also rein. startversuche rechts, startversuche links. und nochmal. und platsch. kite runter. relaunch. und oben war er wieder. weiter im text. nit lang, platsch runter. und dann mal lang dem kite hinterher. den seeigel der meine sohle küsste erwähn ich mal beiläufig. dass pelikanscheisse
scheisse stinkt auch, denn der kite schrammt über eine pelikanische dauersitzundkackgelegenheit, den rainer im schlepp... aber trotz der kacke am schirm, starten läßt er sich deswegen auch nicht leichter... ich tümple mal wieder dem schirm hinterher...
im tiefen wasser schwimmend, gezogenwerdend, fluchend.
viele kiter kreutzen meinen weg. aber dass es mich hinter diesem grün-blauen vegas im wasser auch gibt - das interessiert erst nach einer halben stunde eine perfekt kitende local, die mir dann ein boot schickt. dieser lehrer einer anderen schule verstaut mich samt ausrüstung im boot. allerdings mit der bemerkung, dass er mich  nicht am strand absetzen könne, weil er ja ein auge auf 5 schüler haben müsse. ich,  glücklich über weniger salzwasser in meinem mund und trockenerer haut gebe mich ohne widerspruch geschlagen. das zittern und warten und staunen über seine "schüler" - lauter pros im sprungtraining endet kurz vor sonnenuntergang (ca 1 1/2std im boot) am unteren strandende.
rescue zahlen (30vbf, ca €6 nach inoffiziellem wechselkurs), runterpackln, sandigen kite ins storage, rückmelden, sauer sein, heim, duschen. balkon, leinen entwirren. und auf den kommentar der beiden meister warten. nicht lang wie der insider erahnen wird...

das war rainers ausflug zum pelican beach - oder aber heute: einen rainzn machen...return? maybe maybe not. ich geh mal eben zigaretten holen oder "ich mach einen rainzn"

// isla margarita

die insel ist ca 1000km^2groß. also muß sie auch locker in einem tag mit dem auto abzugrasen sein. denkste. nix da.
ich reservieren also ein auto - oliver, der hotel-manager des atti (www.hotel-atti.com) hat uns das in einem um ca 300% (bezogen auf sylvia sinds nur 258,5%) besserem spanisch telfonisch erledigt. ich glaub immer noch, wenn nur ein bisserl wind geweht hätte am 9.jänner - cri und sylvia hätten den ganzen urlaub mit dem kite um den bauch zugebracht.
die verleih-firma holt uns ab. der fahrer ist überpünktlich was man vom schweizer team, die auch ein auto ergattern wollen nicht wrklich sagen kann. poa is die nervig. schon beim frühstück jeden tag in der früh, beim warten steigt das aggressionpotential von uns dreien und dem fahrer auf kaum mehr bewältigbare höhen an.
wir checken uns also einen automatik-kia (ich bin bis dahin nur schaltgetriebe gefahren), lasse vorsorglich cri ans steuer. der kommt dann sehr schnell mit der schwammigkeit des fahrwerks und der der verkehrs-gesetzgebung hierzulande schnell klar. verkehrsgesetz auf der straße und bei den frauen: der stärkere fährt zuerst. eh simpel. und das funktioniert besser als daheim in Ö. hier wird rechts überholt, links, in zweiter spur auf sperrflächen eingereiht zum links abbiegen. aber es passiert nix. alle fahren mit übersicht, respekt und passivität.
so kommen wir auch sehr schnell zum la restinga nationalpark. zu schnell, weil wir schießen übers ziel hinaus und fahren weiter. aber unser navigations-system "modell sylvia" reagiert schnell und wir landen in den mangroven. zumindest am parkplatz. und `landen` ist bei cris fahrstil schon eindeutig richtig gewählt.






sylvia und cri sind schon in brasilien durch mangroven geschippert, aber für mich ist das neuland - neuwasser genau genommen. mit einem sehr netten bootsmann fahren wir mit dem außenborder durch die kanäle. ein sicher unvergessliches erlebnis.
noch nie hab ich ein seepferdchen in natura gesehen, erst denken wir, die schiffsschraube habe sich in den wurzeln verfangen als unser skipper im wasser - in das ich nur sehr widerwillig gegriffen hätte - herumwerklt. aber dann hält er uns ein glas entgegen mit einem sichtlich verwirrten aber stoischem seepferdchen darin.
pelikane, reiher, seepferdchenn und eine unmenge grün, bäume, wurzeln in und aus allen höhen. eine wunderbare und wertvolle stunde...
















danach geht weiter an den playa caribe, denn karibischen strand der insel. er hält wiklich, was er verspricht. türkis-blaues wasser, ein fels wie eine james bond kulisse, weißer sand, hübsche frauen, knappe bikinis...
wir organisieren uns eine liege und lassen es uns gut gehen, cri und ich eher am strand, sylvia im wasser. ich gehör einfach zu der gruppe, die wasser unter badewannen-temperatur eher meidet (neopren ausgenommen!). wie wir dann alle so rumsitzen und schaun und denken oder nicht denken, kommt einer mit 2 kübeln des weges. fangfrische austern. wir verstehen seine preislichen ausführungen zwar falsch, aber 100 austern sind gleich drin in 3 mägen. was jeden €15.- kostet, also eh kein vermögen. und gut waren sie. fertig ausgelöst durch einen könner mit lemone. mmmhhh. und die legendäre wirkung? da frage man besser sylvia&cri. und miss TP...










nach einem kurzen zwischenstopp am strand von la restinga fahren wir zum heiß ersehnten sonnenuntergang in juangriego. ein insider-tip! man sitzt im brisas marinas
direkt am strand, bestellt frischen fisch (die beste fisch-suppe meines lebens!), die teller übervoll und um vieles günstiger als in el yaque oä touristen-orten, man schaue den pelikanen beim fischen zu und 2 einheimischen familien, deren väter bis zum massig angelegten bauch im wasser sitzen und immer wieder dem wirt zuwinken, der dann sicher 10 biere für jeden der 2 ins meer serviert.
es entstehen einige fotos und der sonnenuntergang ist wirklich legendär.
















diesen wunderbaren tag lasse ich mit meiner premiere ausklingen: mein erster ritt in einem automatik-auto. ausparken macht noch etwas nervenkitzel, der versuch bei einer automatik zu kuppeln kopfschmerzen (kontaktgefahr mit winschutzscheibe) und schleudertrauma.aber nach 2 unplanmäßigen vollbremsungen gehts dann ganz gut.
lustig ist das tanken in venezuela. und frustrierend dann das heimkommen. für 25liter super zahlen wir vbf 2,33.-, das sind sage und schreibe 40cent = € 0,4.-!!!!!!!!!!!!!!!!
was sagen wir dazu? danke an die OMV und danke an den herrn finanzminister!

// porlamar

typischerweise kommt in el yaque wind erst so gegen 11 auf. oder später. für heute war wind so ab 1300 angesagt, also nutzen wir den vormittag, um die größte stadtder  insel "porlamar" anzuschaun.
es gibt auf der isla margarita 3 arten von taxis: offizielle (schild am dach und pickerl hinter windschutzscheibe, autos gut in schuß), inoffizielle (nur pickerl hinter scheibe, auto etwas desolater) und illegale (keine äußeren zeichen, privat-pkw). wir gehen zu einem taxistand, preis ausverhandeln (liegt laut liste bei offiziellen taxlern bei 50-65vbf, sprich 10-12€) und ab. nach ca einer 3/4 stunde und der lektüre einer zeitung (geisterbahn-blatt, leichen und täter werden öffentlich vorgeführt) kommen wir auf dem plaza bolivar an, setzen  unser navigationssystem "modell sylvia" auf on und losgehts.
die stadt ist hektisch, laut, schmutzig und hat sicher schon bessere zeiten gesehen. kleidung ist billiger als bei uns, markensonnenbrillen teurer und ipod, nintendods etc gleich teuer wie bei uns, rechnet man den offiziellen wechselkurs sogar noch teurer als bei uns. interessant ist es wieder, den verkehr zu beobachten - und dafür hab ich viel zeit, denn sylvia scheint sich im playboy-shop verlaufen zu haben *zwinker an sylvia. jeder der cri kennt weiß WIE sehr er einkaufen liebt und wer ihn nicht kennst schaut sich das foto unten an...
wir sehen auch unsere erste mobile telefonzelle. ein herr sitzt unter einem sonnenschirm, handys daran festgekettet, menschen drum herum und er kassiert. sehr feine idee. mir scheint ohnehin, dass die südamerikaner beim geldbeschaffen sehr kreativ sind!
zurück nehmen wir ein inoffizielles taxi, er verlangt unglaubliche 20vbf, also ein drittel des offiziellen taxlers. er fährt das erste schaltgetriebe, das ich in einem vzl. auto gesehen hab und das ding um das getriebe herum ist schon sehr marod, aber es fährt uns nach el yaque zurück!
um 1/2 2 stehen alle am strand - außer sylvia.  sie ist mal wieder schon am wasser.























// last day, der tag der erfüllung

der tag der erfüllung meiner wünsche. ich bin gefahren! rechts und links! mein ziel war erreicht.
unser dritter ausflug auf die isla coche, ablandiger wind ab ca 1200uhr. und stärker als die tage davor.ich glaub immer noch, dass der 10er vegas einfach zu klein war und ich darum nicht zum fahren gekommen bin, aber das ist eine andere geschichte. jedenfalls heute wars so weit. rainer lenkt seinen schirm runter, schafft es endlich, das vordere bein auch wirklich gestreckt zu halten - und das wars... nur fligen ist schöner.

am abend waschen wir die schirme, die moskitos waren noch nie so aggressiv, sie durchnageln sogar das lycra, mich wundert, dass sie der neopren abgehalten hat. und in der nacht komm ich aus dem kratzten erst gar nimmer raus.

um 1/2 9 sind wir mit zwei schwitzerinnen/schweizerinnen verabredet - wieder pizzeria mobu. die beschimpfungen wegen meinem (frustrationsbegründet) sandigem schirm erwähn ich hier nicht (gell ihr zwei!)... aber ich hab daraus gelernt und werdin zukunft meine kites sauberlecken - ehrlich! mit einem leichten schwipserl - leicht ist relativ - versuchen cri und ich dann noch dan notebook der zwei flott zu kriegen. und das um 1uhr morgens. auch wenn die persönliche speicherkartevon so manchem entfernt worden ist... das kommt davon wenn mann und frau sich bekriegen, wer
mehr alkohol verträgt.

so, ab in die heia, um 1/2 11 ist abfahrt zum flughafen porlamar!


































// heimflug

am 12.jan 2009 gehts ab nach europe. nach 17 tagen bei ca 30 bis 32°. in Ö hatte es die letzten tage bis -18° (in worten: minus achtzehn grad).
also machen wir uns nach einem finalen foto-shooting mit einem paten-ähnlichem cri  um 1/2 11auf zum flughafen. planabflug von sylvia&cri mit aserca um 13.15uhr, mein flug um 13.45uhr.
wir kommen um ca 11 am flughafenn porlamar an, sylvia&cri biegen nach rechts zum checck in, ich nach links, geb meine buchung über den tresen, schieb meine beiden taschen unten durch - fertig. damit hab ich bis 3/4 2 noch viel zeit. also schau i mir den flughafen an, spazier herum - da kommt mir cri entgegen, weil die beiden sollen 150vbf löhnen alls versicherung fürs golf-luggage. und keine bolivares mehr. also ist wechseln abgesagt, ich hab noch 80. gefunden, gewechselt, gezahlt. damit hab ich noch 5vbf.
ich geh in den boardingbereich. und warte. weil das hab ich zur genüge in vennezuela gemacht. und warte, es wird 13.15. kaum mitreisende. es wird 13.30. etwas mehr reisende. eigentlich wär jetzt boarding angesagt. aber wohin? es steht kein fleiger am rollfeld...
der  kommt dann irgendwann mit den anderen flugwilligen um ca 1405. wir starten mit rund einer stunde verspätung, der anschlussflug nach paris startet um 17.35. alles perfetto denk ich im laufen bei 35grad in caracas zum flughafen.
bis ich die warteschlange sehe... 3 schalter für je nach version 440-550 passagiere? geht denn das? ja, in venezuela geht das, weil zeit hama... da steh ich nun ich armer tor und bin so verschwitzt wie immer zuvor. bis mich cri - wie er das gemacht hat wird für immer sein geheimnis bleiben - nach hinten kommt, mich und mein gepäck nach vorne schleift und wir fast diee pole-position beziehen. check-in bei clerance, der schielenden domina hinter dem pult, die uns dann aber in ruhe läßt und mein gepäck mit 25kg annimmtt. leider schickt sie uns zum nächsten schalter wo wir die unglaubliche summe von 45vbf (€9.-) wegen taxen-erhöhung aufzahlen müssen - nicht viel wenn man flüssig ist. sind wir aber nimmer, also wieder wechseln, weil maistro, visa? nix da.
der abflugtermin von 1735 ist auf 1800 verschoben worden. wir koffern durch den terminal auf der suche nach günstigen wechselkursen. kohle her. die beiden glauben mir nicht, dass wir auch noch flug-steuer an venezuela zahlen müssen. also nur kleiner betrag gewechselt... gezahlt. es ist ca 1710uhr.
runter zum gate. nix da. flugsteuer an venezuela zuerst...
kohle organisieren, weil bares in euro is auch nimmer. ich sprint los. autovermieter werden wohl englisch sprechen - tun sie. man staune. j, oben ist eine cash-machine.
rauf, erste - geht nit. zweite, gibt keine kohle her. die dritte mag mich... 400vbf. betrag zu hoch. 200vbf - raus. nochmal rein, 200vbf. sprint. runter. 3x 115vbf abdrücken.
blutsauger! es ist 1730. rein, röntgen des handgepäcks. jubel.
S T O P ! ausreisedaten erfassen. formular ausfüllen. warten in der schlange.
1745. stempel in den pass. durch. sprint, gate 15.
S T O P! militär. körper- und teilweise gepäck-kontrolle. weil wir könnten ja drogen unter den achseln haben. da trag ich zu diesem zeitpunkt nur mehr literweise angst- und panik-schweiß.
1759 (kein scheiß)! - die rettende flugzeugtür. wir hams geschafft

wir sitzen im flieger, sylvia quält sich froh und erleichtert in ihre strümpfe (*ggg) und wir warten. bis wir dann tatsächlich starten wird es statt ursprünglich 1735 dann 1935 und trotz VIP-status wird der anschluss in paris knapp werden.
der pilot gibt vollgas und fliegt ca 1/2 stunde an zeit rein, wir landen aber  nicht wie geplant um 8 sondern um 1/2 10 in paris. wir machen diesmal etwas, was wir schon lange nicht mehr gemacht haben - wir laufen... 1 1/2km im sprint, cri sogar über wände durch den terminal. und obwohl wir um 1112 am gate sind (wie wir das gemacht haben weiß keinr außer meinen oberschenkel, weil die brennen wie feuer), abflugzeit ist um 1020. kein boarding. air franca hat sich in diesen 2 tagen nicht viele freunde gemacht...
der schalter gleich daneben gewährt uns in grenzenloser güte einen anschluss-flug nach münchen 2 stunden später! jubel! und  einen gutschein für ein getränk mit sandwich am kiosk.

wir landen schließlich zu einem happyend (berücksichtigt man das unverdauliche brot im letzen flieger) zwei stunden später bei -4° in münchen...
was für ein muscheliger urlaub! fein wars. mach ich wieder.
aber nur  mit 6stunden pause zwischen den flügen und mit bolivares in der tasche, geb i nimmer aus bevor ich nicht europäischen, visaakzeptablen boden unter den füßen hab!






// summary

also die isla margarita ist sicher eine reise wert. wer zu kiten anfangen will macht eher einen bogen drum herum. zumindest in der hauptsaison, die bis 7.jänner geht.
venezuela hat den ruf ein sehr gefährliches land zu sein. dazu kann ich nichts sagen, außer dass ich bei meinem delay während der anreise nicht unbedingt das verlangen hatte, in den straßen von caracas spazieren zu gehen.
auf der isla selbst habe ich mich nie gefährdet gefühlt (außer in den kite-momenten, wo ich das ding am liebsten verbrannt hätte), die menschen lassen einen in ruhe und es paßt.
hunde gibt es viele und sind ein eigenes thema, die freilaufenden sind sehr eingeschüchtert und eher feig, die bei den häusern -> ich trau ihnen nicht.

ich kann jedem nur empfehlen, spanisch zu lernen. venezuelanerInnen lieben status-symbole (die sie oft in größe D oder E vor sich hertragen oder als po-implantate hinter sich her) und alles was aus den USA kommt, aber englisch - das ist ein spanisches dorf. man tut sich eher schwer. und wie man bei einigen gesehen hat: wer frauen kennen lernen will: spanisch ist das zauberwort!

ich würd diesen urlaub sofort wieder machen. und nie wieder auf einen caipirinha zum/vor/nach dem essen verzichten!

viel spaß, euer rainer aka rainzn



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